Hausplanung mit Sommerblick

Was Baufamilien schon in der Planungsphase mitdenken sollten

Sommer im eigenen Haus – das heißt, die Terrassentüren weit zu öffnen, den Duft des Gartens in die Räume strömen zu lassen, den ersten Kaffee des Tages in der Morgensonne genießen und den Abend gemeinsam unter freiem Himmel ausklingen zu lassen. Damit das Eigenheim zur idealen Sommeroase wird, sollten Baufamilien bereits während der Hausplanung einige entscheidende Aspekte berücksichtigen.

Wenn die Temperaturen steigen, beginnt für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Die Sonne lacht von früh morgens bis in den späten Abend, man verbringt viel Zeit im Freien und genießt die besondere Leichtigkeit des Alltags. Wer neu baut, kann bereits in der Planungsphase beeinflussen, wie sich der Sommer später im eigenen Haus anfühlt. 

Am Sonnenlauf orientieren

Die Ausrichtung des Hauses ist entscheidend für den sommerlichen Wohnkomfort, denn sie bestimmt, wann und wie lange Sonnenlicht in die Räume fällt. Die sonnenreiche Südseite bietet sich für Bereiche an, in denen man sich häufig aufhält. „Licht ist Leben“, sagt Siegfried Lettko, Produktmanager bei WeberHaus. „In der Regel werden Wohn- und Esszimmer Richtung Süden geplant. Manchmal auch die Küche – das ist aber abhängig vom Grundstück.“

Wer das Nachmittags- und Abendlicht auskosten möchte, kann seine Wohn- und Aufenthaltsräume auch auf der Westseite platzieren. Die Ostseite profitiert hingegen von der sanften Morgensonne und bietet sich insbesondere für Schlafzimmer oder das häusliche Arbeitszimmer an, da die Räume in den Nachmittagsstunden angenehm kühl bleiben. Bereiche mit geringem Bedarf an natürlichem Tageslicht, etwa Abstellkammern, das Gästebad oder das Treppenhaus, lassen sich gut auf der Nordseite unterbringen.

Außenbereich von vornherein mitdenken

Damit die Terrasse zum Lieblingsort avanciert, sollte sie schon früh in die Planung einbezogen werden. Wo der Freisitz am besten platziert wird, hängt von der gewünschten Nutzung ab. Die meisten Baufamilien entscheiden sich für eine Südterrasse, die von Mittag bis in den späten Nachmittag mit Sonnenlicht verwöhnt wird. Eine Westausrichtung ist ideal für alle, die nach Feierabend auf den Loungemöbeln entspannen und den Sonnenuntergang genießen möchten.

Für ein Frühstück unter freiem Himmel eignet sich dagegen eine Ostterrasse. Liegt sie in unmittelbarer Nähe zur Küche, lassen sich Kaffee, Brötchen und Geschirr schnell nach draußen bringen. Je nach Grundstück kann auch ein zweiter Freisitz auf der Ostseite oder eine umlaufende Terrasse sinnvoll sein. „Daneben gibt es Baufamilien, die ihre Terrasse bewusst auf der Nordseite anordnen. Das kann angesichts der immer heißer werdenden Sommer durchaus sinnvoll sein“, gibt Siegfried Lettko zu bedenken.

Für ausreichend Schatten sorgen

Gerade Süd- und Westterrassen können sich im Sommer stark aufheizen. Deshalb sollten Baufamilien von Anfang an einen passenden Sonnenschutz einplanen. „Markisen, Sonnensegel und große Sonnenschirme spenden angenehmen Schatten und schaffen zugleich eine gemütliche Atmosphäre. Allerdings sind sie windanfällig. Für Markisen empfehlen sich daher Windwächter, die Windbewegungen erkennen und den Sonnenschutz automatisch einfahren“, rät Siegfried Lettko. 

Sehr komfortabel sind fest installierte Terrassendächer, die nicht nur die Sonne, sondern auch Regen abhalten. So können Kissen und Decken den ganzen Sommer über draußen bleiben. Einen Nachteil gibt es jedoch: Unter der Konstruktion kann sich an heißen Tagen Wärme stauen. Abhilfe schaffen beispielsweise Lamellen- oder Glasschiebedächer, die sich bei Bedarf öffnen lassen. 

Tipp: Eine wirksame Teilverschattung lässt sich bereits durch die Architektur selbst erreichen – etwa durch zurückgesetzte Fenster, breite Dachüberstände oder gezielt geplante Gebäudekanten, die direkte Sonneneinstrahlung reduzieren.

Fließende Übergänge schaffen

Besonders eindrucksvoll wirkt der Freisitz in Kombination mit großen Fensteröffnungen und schwellenlosen Übergängen, die fließende Verbindungen zwischen Haus, Terrasse und Garten schaffen. Dadurch erweitert sich der Wohnraum im Sommer ganz selbstverständlich nach draußen. „Eine oft gewählte Lösung sind Schiebetüren“, berichtet Siegfried Lettko. „Bei Fenstertüren sollte man darauf achten, dass diese breit genug sind, damit auch ein Tablett oder ein Wäscheständer bequem nach draußen getragen werden können.“

Auch bei großen Fensterflächen ist ein wirksamer Sonnenschutz unverzichtbar. Am wirkungsvollsten sind außen liegende Lösungen wie Raffstores und Rollläden. Sie halten die Sonnenstrahlen bereits vor der Scheibe ab, bevor sich der Raum aufheizt. „Raffstores lassen sich dabei individueller einstellen als Rollläden, wodurch der Lichteinfall noch besser gesteuert werden kann“, weiß Siegfried Lettko. „Es gibt auch Hitzeschutzverglasung, die den Wärmedurchgang durch das Glas reduziert. Das Glas kann sich jedoch farblich von Standardgläsern unterscheiden.

Die Energieberater prüfen in Abhängigkeit von Grundriss und Ausrichtung auf dem Grundstück, ob und wo eine Hitzeschutzverglasung erforderlich ist, um die gesetzlichen Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz zu erfüllen.“ Problematisch sind insbesondere große, nach Süden ausgerichtete Fensterflächen in kleineren Räumen.

Technische Systeme sinnvoll integrieren

Moderne Technik unterstützt ein angenehmes Wohnklima im Sommer. „Über die integrierte Kühlfunktion der Frischluft-Wärmetechnik, die Standard in jedem WeberHaus ist, lässt sich die Raumtemperatur um einige Grad Celsius senken“, betont Siegfried Lettko. „Mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage könnte auch eine Klimaanlage effizient betrieben werden.“

Fazit: Wenn der Sonnenverlauf, die Nutzung von Innen- und Außenbereichen sowie Kühl- und Verschattungslösungen bereits in der Hausplanung mitgedacht werden, entsteht ein Zuhause, in dem jeder Sommertag ein bisschen Urlaub ist.

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