BAUPLANUNG

Kinderzimmer planen

Das optimale Kinderzimmer in Ihrem Haus

Ein Kinderzimmer muss viele Funktionen erfüllen: Es soll dem Nachwuchs einen persönlichen Rückzugsort bieten, Wohn-, Spiel- und Schlafzimmer in einem Raum vereinen und zugleich für die Anforderungen offen bleiben, die das Heranwachsen mit sich bringt. Denn mit dem Alter verändern sich auch die Ansprüche, die die Kleinen an ihr Reich stellen. Ein Kinderzimmer zu planen heißt daher einen Raum zu kreieren, der sich im Laufe der Zeit flexibel umgestalten lässt. Worauf Bauherren von der Lage über die Raumgröße bis hin zur Einrichtung eines Kinderzimmers achten sollten, verrät dieser Beitrag.

Die richtige Lage im Haus

Bei einem Neubau stehen Eltern alle Möglichkeiten offen, das Kinderzimmer nach ihren individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen zu planen. Für die richtige Lage im Haus spielt zunächst das Alter des Nachwuchses bei Einzug eine Rolle. Für Babys und Kleinkinder ist es ratsam, das Kinderzimmer in der Nähe des elterlichen Schlafzimmers zu platzieren. Müssen die Kleinen nachts umsorgt werden, erspart man sich auf diese Weise lange Wege. Auch die Nutzung der benachbarten Räume sollte mitgedacht werden. Befindet sich zum Beispiel das Badezimmer in direkter Nähe, können Dusche oder Toilettenspülung störende Geräusche verursachen und den Nachwuchs wecken. Für das Kinderzimmer sollte daher immer eine möglichst ruhige Umgebung gewählt werden. Um auch tagsüber ungestört schlafen zu können, sollte der Raum darüber hinaus mithilfe von Rollläden oder Jalousien ausreichend abgedunkelt werden können. Solche Fensterverdunkelungen sind besonders dann wichtig, wenn das Kinderzimmer Richtung Süden ausgerichtet und der direkten Sonneinstrahlung ausgesetzt ist.

Bautrend Kinderbad

Ist der Nachwuchs bei Einzug bereits größer, verändern sich altersbedingt auch die räumlichen Anforderungen. Ein eigener Rückzugsort, möglichst weit entfernt vom Schlafzimmer der Eltern, in dem man sich ungestört mit Freunden treffen kann, ist besonders im Teenageralter wichtig. Um unliebsame Warteschlangen am Morgen zu vermeiden und den Familienfrieden zu wahren, entscheiden sich immer mehr Bauherren dazu, ein an das Kinderzimmer angrenzendes, eigenes, Duschbad einzuplanen. Ist der Nachwuchs später aus dem Haus, kann dieser Bereich schnell und einfach in ein Gästezimmer mit eigenem Bad umfunktioniert werden.

Die Raumgröße

Eine der häufigsten Fragen, die sich Bauherren zu Beginn der Planungsphase stellen, lautet: Wie groß sollte ein Kinderzimmer idealerweise sein? Eine gesetzliche Vorgabe gibt es in deutschen Bauordnungen hierfür nicht. Welche Fläche das Kinderzimmer umfassen sollte, hängt von den Funktionen ab, die der Raum erfüllt. Ist ein separates Spiel- oder Arbeitszimmer eingeplant oder sollen diese Bereiche integriert werden? Grundsätzlich sollte ein Kinderzimmer mindestens Platz für ein Bett, einen Kleiderschrank sowie zusätzlichen Freiraum zum Toben, Spielen und Lernen bieten. Eine Zimmergröße zwischen 14 und 18 Quadratmeter ist hierfür ideal und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Um in der Möblierung möglichst flexibel zu bleiben und den Raum optimal nutzen zu können, bietet sich zudem eine rechteckige Raumform an.

Der Boden

Kaum ein anderer Raum im Haus wird über die Jahre hinweg so stark beansprucht wie das Kinderzimmer. Von fliegenden Holzbausteinen über ausgelaufene Trinkflaschen bis hin zu den Schienen der Spielzeugeisenbahn muss der Fußboden eine Menge aushalten können. Bei der Auswahl des Bodenbelages für das Kinderzimmer sollten Bauherren daher einen möglichst robusten und unempfindlichen Boden mit mittlerer bis hoher Abriebfestigkeit auswählen. Diese gibt Auskunft darüber, wie gut der Boden äußeren Einflüssen standhält. Da sich besonders Kleinkinder gerne auf allen Vieren fortbewegen, sollte zudem unbedingt auf einen warmen und schadstofffreien Boden geachtet werden. Viele Teppichböden, Laminate oder Holzböden können gesundheitsgefährdende Schadstoffe beinhalten und diese in die Raumlauft absondern. Um seinen Bauherren ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, achtet WeberHaus bei der Auswahl seiner Partner für Bodenbeläge daher akribisch darauf, dass deren Produkte zertifizierten Standards entsprechen, sodass ein schadstofffreier Lebens- und Wohnraum garantiert werden kann.

Die Wandgestaltung

Geht es an die Auswahl der richtigen Wandfarbe, spielen Größe und Helligkeit des Kinderzimmers eine entscheidende Rolle. Während dunkle Farben Räume kleiner wirken lassen und in Zimmern mit wenig Tageslicht am besten nur für optische Highlights eingesetzt werden sollten, stellt eine mutige Farbgebung in größeren, lichtdurchfluteten Räumen kein Problem dar. Egal ob rot, grün, blau oder gelb: Ältere Kinder sollten in die Auswahl der Wandfarbe miteinbezogen werden. Das fördert nicht nur die Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung, sondern sorgt gleichzeitig dafür, dass die Kleinen sich in ihrem Reich rundum wohlfühlen.

Fantasiewelt kreieren

Mit den passenden Accessoires wird das Kinderzimmer im Handumdrehen zur abenteuerlichen Dschungellandschaft.

Vom Kinder- zum Jugendzimmer: Vorausschauend Planen

Wird mit dem Heranwachsen aus dem Kinderzimmer ein Jugendzimmer, bringt dies einige Veränderungen mit sich. Kinderbett und Spielecken müssen dann einem größerem Jugendbett, einer Schlafcouch für Gäste sowie multimedialem Equipment weichen. Um auch auf lange Sicht flexibel zu bleiben, sollte die hierfür erforderlichen Anschlüsse daher bereits in der Bauphase mitgeplant werden. Denn auch wenn im Kleinkindalter noch gut und gerne auf Fernseher und Computer verzichtet werden kann, wird spätestens mit Schulbeginn ein gut ausgestatteter, internetfähiger Arbeitsplatz unerlässlich. Worauf es bei der Installation von Kommunikationsanschlüssen im Neubau ankommt, erfahren Sie hier.

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