SMART HOME

Solarstrom selbst nutzen

WeberHaus und SENEC: So nutzen Sie Solarstrom für das eigene Haus

Zum 60. Jubiläum stattet WeberHaus 2020 alle beauftragten Häuser mit dem Paket Home4Future aus. Neben einer hochdämmenden Gebäudehülle und smarter Haussteuerung kommen eine effiziente Photovoltaikanlage, ein wirtschaftliches Speichersystem und intelligente Heiztechnik hinzu.

Wichtiger Partner für diese Bausteine ist die deutsche Firma SENEC, eine 100-prozentige Tochter des Energieunternehmens EnBW. Sie gehört zu den führenden Anbietern für innovative Energie- und Speicherlösungen. Wir stellen die Bausteine genauer vor und fragen Jaron Schächter, Geschäftsführer von SENEC, was Hausbauer bei der Wahl ihrer Photovoltaikanlage beachten müssen.

Stromspeicher Made in Germany

Im Basispaket für alle Häuser sind zwölf Photovoltaik-Module von SENEC enthalten. Sie liefern eine Spitzenleistung von vier Kilowatt (kWp). Der passende SENEC-Stromspeicher mit einer Kapazität von fünf Kilowattstunden speichert die produzierte Energie für den Eigenverbrauch ab. Durch eine passende Schnittstelle kann, die ebenfalls im Home4Future-Paket enthaltene Wärmepumpe, ohne Probleme in das Energiemanagement eingebunden werden. Home4Future bildet so die Basis für ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus.

Die Kombination aus PV-Anlage und Stromspeicher lässt sich bis zu einer Leistung von 9,9 kWp und einer Speicherkapazität von zehn Kilowattstunden erweitern. So lässt sich ein Großteil des eigenen Strombedarfs selbst decken. Die überschüssige Strommenge kann dann nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) ins Gesamtnetz eingespeist werden und sorgt für zusätzliche Einnahmen. Mit der Cloud-Lösung von SENEC können sich die Hausbesitzer sogar vollständig mit dem eigenen Solarstrom versorgen.

7 Fragen an Jaron Schächter von SENEC

Welche Möglichkeiten gibt es, die eigene Photovoltaikanlage zu erweitern, wenn die Speichergrenze schon erreicht ist?

Jaron Schächter: Eine technische Speichergrenze gibt es nicht. Um den Eigenverbrauch und damit die Unabhängigkeit und Ersparnis möglichst hoch zu halten, sollten die Größe der Photovoltaikanlage und des Speichers aber immer aufeinander abgestimmt sein. Ist die PV-Anlage zu groß, fließt zu viel Solarstrom ins Netz, statt im eigenen Haushalt verbraucht zu werden. Ist der Speicher zu groß, wird die Speicherkapazität nicht ausgenutzt. Zu bedenken ist auch, dass ab einer PV-Anlagengröße von 10 Kilowattpeak EEG-Umlage auf den selbst verbrauchten Strom bezahlt werden muss. Jede Erweiterung sollte also vom Installateur durchgerechnet werden.

Warum wird die Nachrüstbarkeit auf maximal 12 Monate begrenzt?

Jaron Schächter: Das liegt daran, dass die Batteriemodule altern und irgendwann – bei SENEC-Speichern erst frühestens nach zehn Jahren – die Kapazität zurück geht. Ist der Altersunterschied zwischen den Batteriemodulen zu groß, kann das System das nicht mehr ausgleichen.

Was bedeutet 1-phasig und 3-phasig und wo liegen die Unterschiede?

Jaron Schächter: Strom im öffentlichen Netz, wie er zum Beispiel in Hochspannungsleitungen fließt, ist dreiphasig. Technisch korrekt spricht man von Dreiphasenwechselstrom oder umgangssprachlich einfach Drehstrom. Er besteht aus drei einzelnen Wechselströmen gleicher Frequenz, die zueinander verschoben sind. Am Hausanschluss der Verbraucher endet die dreiphasige Stromversorgung. Denn in Haus oder Wohnung führt nur noch eine der drei Phasen bis zur Steckdose. Der Strom, den Sie zum Haare trocknen oder Radiohören nutzen, ist einphasiger Wechselstrom. Eine einphasige Einspeisung ist günstiger und technisch einfacher umzusetzen, und sie ist für den Einsatz im Hausnetz absolut ausreichend. Große Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox sind dreiphasig angeschlossen.

Wie funktioniert die Notstromfunktion bei einem Stromausfall?

Jaron Schächter: Das optionale Backup-Paket von SENEC bietet dem Speicherbetreiber die Möglichkeit, einzelne Stromverbraucher während eines Stromausfalls mit Strom aus dem Speicher zu versorgen. Welche Verbraucher das sind, kann der Nutzer mit dem Fachpartner abstimmen und durch diesen direkt an den Speicher anschließen lassen. Im Normalbetrieb werden diese Verbraucher nicht speziell behandelt und sind Teil des Eigenverbrauchs. Das Backup springt beim Ausfall des Stromnetzes automatisch an, es ist nicht nötig, irgendein Kabel selbst in eine Steckdose zu stecken oder sonst etwas selbst zu tun. Innerhalb weniger Sekunden fließt der Notstrom. Scheint die Sonne, können die Batteriemodule mit dem neu erzeugten Sonnenstrom „nachgeladen“ werden, wenn die PV-Anlage direkt am Speicher angeschlossen ist.

Muss bei einem defekten integrierten Wechselrichter das gesamte System ausgetauscht werden?

Jaron Schächter: Nein. Sollte der Wechselrichter defekt sein, kann er ausgetauscht werden. Auch für den Wechselrichter gilt natürlich die zweijährige Gewährleistung oder die Bauteilgarantie auf zehn Jahre.

Jaron Schächter

ist als Experte für Digitalisierung und die erfolgsorientierte Gestaltung von Prozessen Geschäftsführer der SENEC GmbH. Er verantwortet unter anderem die Bereiche Entwicklung, Produktion, Service und Digitalisierung & IT.

Wie funktioniert die Cloud-Lösung von SENEC?

Jaron Schächter: Die meisten Betreiber einer Solaranlage erzeugen mehr Strom als sie verbrauchen. Sie können aber auch mit Stromspeicher nur etwa drei Viertel ihres Bedarfs direkt mit dem selbst erzeugten Strom decken, das liegt einfach in der Natur der Sache. Das heißt, sie müssen dennoch teuren Strom einkaufen, obwohl sie mehr als genug Strom erzeugen. Für den Strom, den sie einspeisen müssen, bekommen sie nur noch eine magere Einspeisevergütung. Mit der SENEC.Cloud können sie sich komplett mit dem eigenen Strom versorgen. Die Kunden buchen ein Cloud-Paket über die Menge an Reststrom, die sie noch brauchen und zahlen dafür eine monatliche Gebühr. Diese freie Rückliefermenge an Strom bekommen sie von uns geliefert – selbstverständlich ist das Grünstrom. Die Lieferung ist immer gedeckt von der Einspeisung. Das ist ein bisschen wie ein Bankkonto, auf das Solarstrom „eingezahlt“ und von dem er „abgehoben“ wird.

Wie sollte das Verhältnis zwischen eigenem Speicher und Cloud-Paket gewählt werden?

Jaron Schächter: Welches Cloud-Paket das Richtige ist, hängt von der Menge an Strom ab, die die Eigenversorger noch benötigen. Benötigen sie zum Beispiel über das Jahr noch 1.300 Kilowattstunden, dann brauchen sie das 1500er-Paket mit 1.500 kWh freier Rückliefermenge. Sollten die Kunden wegen außergewöhnlicher Umstände deutlich weniger oder mehr verbrauchen als gebucht, stufen wir sie für die Abrechnung automatisch in das Paket ein, das ihnen den günstigsten spezifischen Strompreis bietet.

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