
Das 1x1 der Energiestandards im Hausbau
Den Durchblick beim energieeffizienten Bauen behalten
Ist ein Haus, das die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erfüllt, automatisch ein Niedrigenergiehaus? Worin unterschiedet es sich von einem Effizienz- oder Passivhaus? Und was macht eigentlich ein Plusenergiehaus aus? Wer energieeffizient bauen möchte, der trifft auf verschiedene Bezeichnungen, die einander recht ähnlich sind. Manchmal werden die Begriffe sogar synonym verwendet. Das kann ganz schön verwirrend sein.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich die einzelnen Konzepte unterscheiden, was es beim Bau zu beachten gilt und wie energieeffizient Weber-Häuser sind.
Niedrigenergiehaus: Mindestanforderung im Hausbau
Für den Begriff „Niedrigenergiehaus“ gibt es keine einheitliche Definition. In den 1990er- und 2000er-Jahren verwendete man die Bezeichnung vor allem für Häuser, die die gesetzlich vorgeschriebenen Energiewerte unterschritten. Die Messlatte wurde dabei immer höher angesetzt. 2009 wurde der Niedrigenergiehaus-Standard in der Energieeinsparverordnung (EnEV) gesetzlich verankert. Im Prinzip ist also jeder Neubau ein Niedrigenergiehaus.

Seit Inkrafttreten des GEG und der Einführung des Niedrigstenergiehaus-Standards hat der Begriff „Niedrigenergiehaus“ stark an Bedeutung verloren. Welche energetischen Anforderungen für Neubauten gelten, richtet sich nach der jeweils aktuellen Fassung des Gebäudeenergiegesetzes. Maßgeblich sind unter anderem der Jahresprimärenergiebedarf und der bauliche Wärmeschutz.
Wer nicht Gefahr laufen möchte, dass sein neues Haus bereits kurz nach Fertigstellung schon wieder bautechnisch überholt ist, sollte von vornherein auf einen höheren Energiestandard setzen. Ob sich die Mehrkosten dafür durch geringere Energiekosten ausgleichen, hängt von den Investitionskosten, dem tatsächlichen Energieverbrauch und der Entwicklung der Energiepreise ab. Fördermöglichkeiten sollten anhand der zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Bedingungen geprüft werden.
Effizienzhaus: die Basis für eine staatliche Förderung

Um beurteilen zu können, wie energieeffizient ein Haus ist, hat die KfW den Effizienzhaus-Standard entwickelt. Die wichtigsten Bemessungskriterien sind der Primärenergiebedarf und die Wärmeverluste über die Gebäudehülle.
Es gibt verschiedene Effizienzhaus-Stufen: 40, 55, 70, 85 und Denkmal. Die Kennzahl drückt aus, wie hoch der Primärenergiebedarf des Hauses im Vergleich zu einem festgelegten Referenzgebäude ist. Je kleiner die Kennzahl, desto energieeffizienter ist das Haus. Welche energetischen Mindestanforderungen für einen Neubau gelten und welche Effizienzhaus-Stufen gefördert werden, hängt von den jeweils aktuellen gesetzlichen Vorgaben und Förderprogrammen ab.
Plusenergiehaus: das Haus als Kraftwerk
Ein Plusenergiehaus ist darauf ausgelegt, über einen festgelegten Zeitraum bilanziell mehr Energie zu erzeugen, als innerhalb der definierten Bilanzgrenzen verbraucht wird. Welche Energieverbräuche berücksichtigt werden, hängt vom jeweiligen Konzept ab. Voraussetzung dafür ist, dass die Wärmeverluste und somit der Energiebedarf sehr gering sind. Eine gute Wärmedämmung ist deshalb das A und O. Ergänzend dazu kann eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung dafür sorgen, dass die Wärme beim Lüften nicht unkontrolliert nach draußen verloren geht.
Zur Energieerzeugung kann unter anderem eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher eingesetzt werden. Aber auch ein Windrad und/oder eine thermische Solaranlage sind denkbar. Als Wärmeerzeuger kommt meist eine Wärmepumpe zum Einsatz. Kombiniert man diese mit der Photovoltaikanlage, kann sie den Solarstrom nutzen, der nicht unmittelbar im Haus gebraucht wird.

Die Investitionskosten und die möglichen Einsparungen hängen von der konkreten Hausausführung, der Anlagentechnik, den Energiepreisen und dem Nutzungsverhalten ab. Stromüberschüsse lassen sich unter den jeweils geltenden Voraussetzungen gegen eine Vergütung in das öffentliche Stromnetz einspeisen.
WeberHaus beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Plusenergie-Hauskonzepten und bietet Lösungen an, die Wärmedämmung, Haustechnik und eigene Stromerzeugung miteinander verbinden. Ob ein Haus bilanziell einen Energieüberschuss erzielt, muss für die konkrete Ausführung nachgewiesen werden.
Effizient bauen mit WeberHaus
Die energetischen Eigenschaften eines Weber-Hauses hängen unter anderem von der Gebäudehülle, der Haustechnik und der individuellen Planung ab. Voraussetzung für einen geringen Energieverbrauch ist bei allen Weber-Häusern die Gebäudehülle ÖvoNatur Therm. Sie besteht hauptsächlich aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und verfügt über wärmedämmende Eigenschaften. Ob und unter welchen Voraussetzungen eine KfW-Förderung möglich ist, richtet sich nach dem erreichten Gebäudestandard und den jeweils geltenden Förderbedingungen.
Das optionale Innovationspaket „Home4Future“ enthält zudem eine Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, eine Wärmepumpe sowie eine smarte Haussteuerung. Damit lässt sich selbst erzeugter Solarstrom im Haus nutzen. Welche Energiebilanz erreicht wird, hängt von der konkreten Ausführung und Nutzung ab.
Welches Energiekonzept ist das beste? Lassen sich meine architektonischen Wünsche mit einer energiesparenden Bauweise vereinbaren? Welche Förderprogramme gibt es und wie komme ich in den Genuss der Fördermittel? Wer energiebewusst bauen möchte, der hat viele Fragen. Unterstützung finden Bauinteressierte im Bauforum ihrer Region.


