
Heizen mit Wärmepumpen
Technik und Funktionsweise
Wärmepumpen nutzen Wärme aus der Umgebung zum Heizen und zur Warmwasserbereitung. Für ihren Betrieb benötigen sie Strom und kommen ohne Öl oder Gas als Brennstoff im Gebäude aus. Der benötigte Strom kann unter anderem mit einer Photovoltaikanlage am Gebäude erzeugt werden. In Verbindung mit einer gut gedämmten Gebäudehülle kann eine Wärmepumpe für die Beheizung eines Hauses und die Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Bei WeberHaus wird sie mit der Gebäudehülle ÖvoNatur Therm kombiniert.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Die Technik einer Wärmepumpe ähnelt in ihrem Grundprinzip der eines Kühlschranks. Während ein Kühlschrank seinem Innenraum Wärme entzieht und diese nach außen abgibt, nutzt die Wärmepumpe Wärme aus der Umgebung für Heizung und Warmwasserbereitung. Bei einer Wärmepumpe mit integrierter kontrollierter Be- und Entlüftung kann zusätzlich Wärme aus der Abluft zurückgewonnen werden. Wie viel Wärme dabei zurückgewonnen wird, hängt vom jeweiligen System und dessen technischen Eigenschaften ab. Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzter elektrischer Energie und bereitgestellter Wärme an einem definierten Betriebspunkt. Ein COP von vier bedeutet beispielsweise, dass unter den für die Messung festgelegten Bedingungen mit einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme bereitgestellt werden. Als Wärmequelle kann unter anderem die Außenluft genutzt werden. Die bereitgestellte Wärme dient je nach System sowohl zum Heizen als auch zur Warmwasserbereitung. Beim Betrieb einer Wärmepumpe wird im Gebäude kein Öl oder Gas als Brennstoff eingesetzt. Für den Betrieb wird Strom benötigt.
Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung
Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe wird Wärme aus der Außenluft aufgenommen und für den wassergeführten Heizkreislauf nutzbar gemacht. In Kombination mit einer Fußbodenheizung wird die Wärme über die Bodenfläche an die Räume abgegeben. Durch die große Fläche kann das Heizsystem mit vergleichsweise niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden. Gleichzeitig sind keine Heizkörper an den Wänden erforderlich.

Durchatmen mit der Frischluft-Wärmetechnik
Eine weitere Möglichkeit ist die Luft-Luft-Wärmepumpe. Dabei können Heizung, Warmwasserbereitung sowie kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung über ein zentrales System gesteuert werden. Die Be- und Entlüftung führt den Räumen gefilterte und temperierte Luft zu. Ein wassergeführtes System in Form einer Fußbodenheizung kann je nach Ausführung entfallen.
Die erwärmte Luft wird über Ventile in Decken und Wänden in die Wohnräume eingebracht.
Vier Arten von Wärmepumpen
- Luft-Luft-Wärmepumpe: Nutzt Umgebungsluft und Abwärme der Lüftungsanlage
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: Nutz Umgebungsluft
- Sole-Wasser-Wärmepumpe: Nutzt Wärme aus dem Erdreich
- Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Nutzt ein Wasserreservoir



