WeberHaus: Frau Haller und Frau Kost, Sie sind langjährige Schulfreundinnen, die schon früh die Idee hatten, wie das wohl wäre, später zusammen ein Haus zu bauen. Wie wurde daraus Wirklichkeit?

Claudia Kost: Das haben wir mal aus Spaß gesagt, dass es ja ganz witzig wäre, später zusammen ein Haus zu bauen. Aber die Idee ist dann in der Versenkung verschwunden.

Jörg Nüßle: Da waren die Männer auch noch völlig außen vor.

Claudia Kost: Irgendwann haben wir mal zu zweit ein Haus gesucht, sind aber nicht ganz glücklich damit geworden und doch lieber in unserer Mietwohnung geblieben. Dann haben Hallers ein Grundstück gesucht. Das hat sich aber auch wieder zerschlagen. Und als wir mal zusammen in der Fertighausausstellung in Stuttgart waren, hat sich die Idee spontan doch verfestigt. Die Männer haben sich auch von Anfang gut verstanden. Von daher war das kein Problem.

Jörg Nüßle: Wir wollten aus der Miete raus. Mir schwebte schon immer eine Werkstatt vor, meine Frau wollte einen eigenen Raum für ihre Unmengen an Büchern.

Stefan Haller: Bei uns war die Verzweiflung der Anlass zum Bauen. Wir wollten uns den Stress eigentlich nicht antun und haben etwas Fertiges gesucht, aber entweder war es zu alt oder zu teuer oder zu alt und zu teuer.

Wie plant man denn nun zu viert ein Doppelhaus?

Claudia Kost: Wir haben das Pferd wohl eher von hinten aufgezäumt (lacht).

Jörg Nüßle: Ja, wir haben zuerst den Kaufvertrag bei WeberHaus unterzeichnet, da hatten wir noch nicht mal das Grundstück. Wir wussten natürlich schon, welches es sein sollte. Nur unter Dach und Fach war es noch nicht. Es war aber alles schon auf dieses Grundstück ausgelegt. Wir haben uns die WeberHäuser in der Ausstellung angeschaut und im Bauforum mal berechnen lassen. Unser erster Entwurf war wohl deutlich zu groß.

Stefan Haller: Das Grundstück ist sehr länglich, taugt also nicht so wirklich für das klassische Doppelhaus. Also haben wir erst mal nach einem Grundriss für ein Einzelhaus gesucht, der sich gut zum Doppelhaus umbauen lässt. Jetzt stehen die zwei Einzelhäuser versetzt Wand an Wand.

Jörg Nüßle: Der Grundriss wurde gespiegelt und ist im Erdgeschoss gleich. Im Dachgeschoss ist bei uns jetzt die Studio-Lösung mit großem Schlafzimmer und Bibliothek untergebracht. Hallers haben ein weiteres Zimmer.

Warum haben Sie sich für WeberHaus entschieden?

Claudia Kost: Die Lüftungsanlage war ursprünglich der Grund, weshalb wir bei WeberHaus hängen geblieben sind. Viele Häuser aus der Ausstellung in Stuttgart hatten nicht das von uns gewünschte Wohnklima. Nicht so die Weber-Häuser, in ihnen haben wir uns gleich wohlgefühlt. Da sind wir mit dem Berater ins Gespräch gekommen.

Und welche Erfahrungen haben Sie in der Praxis mit der Lüftungsanlage gemacht?

Stefan Haller: Die Anlage belüftet das ganze Haus. Mit Wärmerückgewinnung. So soll möglichst wenig Wärmeverlust entstehen. Gleichzeitig ist sie die Heizung über eine elektrische Zuleitung. Das einzige Problem war uns aber schon vorher bekannt: je kälter die Außentemperaturen, umso weiter geht auch der Wirkungsgrad der Anlage zurück. Irgendwann erreicht man dann einen Punkt, an dem ein zweites Heizungssystem zu empfehlen ist. Jeder von uns hat zusätzlich noch einen Ofen. Holz ist ein relativ günstiger Brennstoff.

Herr Haller, warum haben Sie sich für eine Photovoltaik-Anlage entschieden, Ihre Freunde aber nicht?

Stefan Haller: Zum einen sind PV-Anlagen momentan noch finanziell interessant, zum anderen schaffen wir es tatsächlich, mehr Strom zu produzieren, als wir verbrauchen. Die Anlage hat 24 Module und eine Maximalleistung von 5,28 kVA. Die Gesamtfläche sind 40,2 Quadratmeter.

Sylvia Haller: Der ökologische Aspekt. Der war uns wichtig. Deshalb wollten wir auch eine Warmwasseranlage auf dem Dach und eine Regenwasserzisterne mit Hausanschluss. Für die Toiletten.

Jörg Nüßle: Uns war, ehrlich gesagt, der Erst-invest zu groß. Wir wussten nicht, was an Kosten mit der Außenanlage noch auf uns zukommt. Wir wollten auch erst mal keine Regenwasserzisterne.

Wie bewerten Sie im Rückblick die gesamte Bauphase?

Stefan Haller: Unser Bauvorhaben hatte durchaus ein bisschen außergewöhnliche Qualität. Der Bauverlauf war im Rückblick stressfreier, als wir befürchtet hatten. Wir waren immer zu viert, konnten viele Projekte gemeinsam angehen. Dabei haben wir am Anfang schon überlegt, ob man sich nicht irgendwann tierisch auf den Zeiger geht.

Jörg Nüßle: Man hat sich gegenseitig ausgeholfen. Wie in einer WG. Werkzeug ausgeliehen, das ein oder andere ist jetzt auch in Gemeinschaftsbesitz. Funktioniert hervorragend.

Claudia Kost: Gerade bei größeren Sachen wie der Kellerdämmung, da konnten wir uns um beide Häuser herumarbeiten.

Viele Leistungen haben Sie auch selbst übernommen ...

Jörg Nüßle: Ja, hauptsächlich den Innenausbau, also sämtliche Böden, Innentüren, die Spachtelarbeiten bis zur fertigen Wand und Decke. In der Werkstatt entstand zum Beispiel das Bücher­regal für die Bibliothek. Im Bad wurden nur die Sanitäreinrichtungen gesetzt, ansonsten ist vieles aus Holz, der Unterschrank fürs Wasch­becken und die Verkleidung der Badewanne.

Claudia Kost: Wir haben auch ein Bautagebuch im Internet unter www.nuessle-online.de/blog/hausbau angelegt. Immer wieder hat jemand gefragt, wie weit wir sind oder was wir gerade machen. Da dachte ich, dass wir es lieber aufschreiben, als dass wir es hundertmal erzählen. Aber das wird jetzt sein Ende finden. Wir lassen es aber online stehen. Manchmal vergisst man auch selbst was. Dann kann man’s nachlesen.

Würden Sie denn nochmals mit WeberHaus bauen?

Stefan Haller: Im Großen und Ganzen würden wir es wieder so machen – auch zu viert.

Durch den sehr großzügig zurückgesetzten Lichthof auf der Südseite des Hauses wird der Keller genauso hell wie die Obergeschosse

Musterhaus Deckenpfronn Innenansicht

Ins Untergeschoss fällt so viel natürliches Licht, dass Sozialpädagogin Sylvia Haller hier ein Atelier für therapeutische Kunststunden eingerichtet hat

PlusEnergie im Doppelhaus

Kann eigentlich ein Doppelhaus auch ein PlusEnergie-Haus sein? Klare Antwort: Ja! Im Fall unserer Baufamilien hier liegt das an der Außenwand „ÖvoNatur“ in Verbindung mit der Photovoltaik-Anlage. Weiterer Plus-Energie-Vorteil bei Doppelhäusern: Sie haben dort, wo sie zusammengebaut sind, eine Außenwand doppelt. Das minimiert zusätzlich den Energieverbrauch.

Hand in Hand mit dem Nachbarn

Im Team geht vieles leichter – und billiger. Das gilt auch beim Hausbau: Wer gemeinsam mit Verwandten oder Freunden ein Doppelhaus baut, zahlt bei vielen Posten weniger.

Für die Kinder ist es schön, wenn Großeltern, Verwandte oder Freunde in der Nähe wohnen. Und für Erwachsene ist es eine große Erleichterung, wenn Bezugs- und Betreuungspersonen um die Ecke sind. Im Doppelhaus behält jeder seinen eigenen Lebensraum, aber die Wege zueinander sind kurz und von kleinen Kindern gefahrlos zu meistern.

Neben der Nähe auf Distanz bietet der Bau eines Doppelhauses auch finanzielle Vorteile. Planungs-, Erschließungs- und Grundstückskosten lassen sich teilen. Bodenplatte oder Keller können gleichzeitig oder sogar aus einem Stück erstellt werden. Gemeinsame Wasser- oder Gasleitungen verringern die Baukosten für beide Parteien. Eigenleistungen können gemeinsam gestemmt werden. Später ist der Bedarf an Heizenergie geringer, weil es nur jeweils drei Außenwände gibt, an denen Wärme entweichen kann.

Wichtig für ein friedvolles Zusammenleben: eine gute Schalldämmung. WeberHaus gewährleistet sie, indem jede Haushälfte an der Nahtstelle eine eigene Außenwand bekommt.

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freigeplant Außenansicht

Doppelhäuser eignen sich besonders gut für längliche Grundstücke. Über das oft preisgünstigere Bauland freut sich der Geldbeutel

Trotz aller Gemeinsamkeiten kann jeder Bauherr seine Haushälfte individuell gestalten

Ob Einfamilienhaus, Bungalow, Passivhaus oder ein anderes Hauskonzept: Die Vielfalt ist grenzenlos. Das Magazin informiert Sie über zahlreiche Energiekonzepte und das Unternehmen WeberHaus.

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Bei aller Freude über das Geleistete ist unser Blick in erster Linie nach vorn gerichtet. Nach wie vor ist es unser Anspruch, jedes Haus so zu bauen, als wäre es unser eigenes. Ökologische und umweltbewusste Bauweise bestimmen dabei unsere Firmenphilosophie. Denn wir möchten nachhaltigen Lebensraum schaffen – im Sinne von Mensch und Natur.

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